Komparsen FAQs

Das Mindestlohngesetz vom 01.01.2015 gilt auch für Komparsen.
Man darf nun 70 Tage eine kurzfristige Beschäftigung ausüben, statt vorher 50.

ABER: Die Abrechnung der Komparsengage erfolgt nun komplett über die Lohnsteuer-ID. Jede Bruttogage muss nun verlohnsteuert werden.

Bitte beachten: Die Komparsengage wird nun wie jede andere kurzfristige Beschäftigung in anderen Wirtschaftsbereichen abgerechnet, eine Pauschalversteuerung gibt es bei uns nicht mehr!

Bitte beachten Sie, dass der Komparsenschein ein Arbeitsvertrag und damit sogleich auch eine Urkunde ist. Bitte füllen Sie pro Drehtag einen Gagenschein VOLLSTÄNDIG UND LESERLICH aus. Eine Auszahlung der Gage kann erst erfolgen, wenn alle Unterlagen, Nachweise und Angaben vollständig sind. Ihre Abrechnungen und Lohnsteuerbescheinigungen, sowie Arbeitsbescheinigungen für das Arbeitsamt werden Ihnen nach Abrechnung per Mail zugesandt. Geben Sie daher unbedingt Ihre LESERLICHE E-Mail Adresse an.

Wann erfolgt die Überweisung?

In der Regel überweist Pauls Büro nach Eingang des vollständig ausgefüllten Gagenscheins und aller erforderlichen Unterlagen Ihre Gage innerhalb von 14 Arbeitstagen.

Nur vollständige Gagenscheine inklusive aller notwendigen Nachweise können abgerechnet werden!

Hilfe bei Angaben zum sozialverischerungsrechtlichen Status:

Bin ich …

Arbeitnehmer?
ArbeitnehmerIn ist jemand der eine sozialversicherungspflichtige Beschäf­ti­gung aus­übt. Ein Minijobber ist kein Arbeitnehmer, da ein Minijob bis 450 Euro keine sozial­ver­siche­rungs­pflich­tige Beschäftigung darstellt.Ein Minijob (Gleitzone) ab 450,01 Euro hingegen schon.

» Zu erbringender Nachweis: ohne

Hausfrau/Hausmann?
Verheiratete Personen, dessen Ehe­partner den Lebensunterhalt bestreitet oder Geschiedene, die vom ehemaligen Ehepartner Unterhalt beziehen.

» Zu erbringender Nachweis: ohne

Schüler/in?
SchülerIn ist jemand der eine allgemeinbildende Schule besucht. Schüler unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht wenn sie nur kurzfristig beschäftigt sind.

» Zu erbringender Nachweis für Schüler/innern ab 16 Jahren:
Einen gültigen Schülerausweis

Student/in?
Personen, die ordentlich an einer Hochschule oder Fach­hoch­schule ein­ge­schrieben sind. (Sozialversicherungsfrei maximal bis zum 25. Fach­se­mester, dann sozialversicherungspflichtig).
Ebenso: StudentInnen im Urlaubssemester oder StudentInnen eines Fernstudiums (ausgenommen Fernuniverstät Hagen))

» Zu erbringender Nachweis: Eine gültige Immatrikulationsbescheinigung

Studienbewerber?
StudienbewerberIn ist jemand, der sich zwischen Schulabschluss und beabsichtigtem Hochschul- bzw. Fachhochschulstudium befindet.

» Zu erbringender Nachweis: einen Nachweis über die Bewerbung an einer Hochschule

In einen Dualen Studium?
Studenten/innen, die ein Duales Studium absolvieren, haben in der Regel einen Arbeitgeber, der den praktischen Teil des Studiums übernimmt und ein Gehalt zahlt, welches sozialversicherungspflichtig ist. Daher trifft hier die Angabe „Arbeitnehmer“ zu.

» Zu erbringender Nachweis: ohne

Pensionär/ Beamter im Ruhestand?
Dann erhalten Sie Bezüge Ihres Arbeitgebers, der auch in Ihrem Ruhestand Ihr Hauptarbeitgeber ist. Bitte geben Sie dringend als Zusatzinformation an, dass Sie einen Arbeitgeber haben, und welchen.

» Zu erbringender Nachweis: eine Pensionsbescheinigung

Rentner?
Hier ist wichtig zu wissen, falls Sie eine Betriebsrente oder Witwenrente durch einen Arbeitgeber o.ä. beziehen. D.h. sollte ein Arbeitgeber vorhanden sein, über den Sie eine Rente beziehen, geben Sie dies bitte an.

» Zu erbringender Nachweis: Rentenausweis

SelbständigeR?
Selbständig im sozialversicherungrechtlichen Sinne ist jemand, der ein Gewerbe angemeldet hat und freiwillig bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse versichert ist. Bezieht jemand als Selbstständige/r ergänzend ALG 2, Grundsicherung oder werden seitens der Agentur für Arbeit oder seitens anderer Behörden die Kranken­kassen­beiträge auch nur teilweise bezahlt, wird man sozial­ver­siche­rungs­pflichtig. In diesem Fall ist eine Abrechnung anhand der Lohnsteuerabzugsmerkmale erforderlich. Der Status der Selb­stän­dig­keit gilt nur dann, wenn das angegebene Gewerbe als Haupt­be­schäfti­gung ausgeübt wird. Wird die Selbstständigkeit als Neben­be­schäfti­gung ausgeübt, gilt der eigentliche sozialversicherungsrechtliche Status.

» Zu erbringender Nachweis: Gewerbeschein

Wer ist FreiberuflerIn?
FreiberuflerIn im sozialversicherungrechtlichen Sinne ist jemand, der vom Finanzamt eine Steuernummer zur Ausübung einer freiberuflichen Tätig­keit erhalten hat und freiwillig bei einer gesetzlichen oder privaten Kranken­kasse versichert ist, außer er ist bei der Künstlersozialkasse (KSK) pflichtversichert. Bezieht jemand als FreiberuflerIn ergänzend ALG 2, Grundsicherung oder werden seitens der Agentur für Arbeit oder seitens anderer Behörden die Krankenkassenbeiträge auch nur teilweise bezahlt, wird man sozialversicherungspflichtig. In diesem Fall ist eine Abrechnung anhand der Lohnsteuerabzugsmerkmale erforderlich.